Ein befreundetes Ehepaar und wir haben eine kleine Tour ins Taubertal zu den einheimischen Orchideen
unternommen. Wer interesse an der Natur hat, kann sich dem Zauber der Orchideen nicht verschliessen. Im Naturschutzgebiet das wir besuchten,
tritt durch Regenauswaschungen der Untergrund an manchen Stellen zu Tage. Er besteht hauptsächlich aus Kalkschotter, der mit einer dünnen Schicht Humus bedeckt ist.
Die Pflanzengesellschaft der Magerwiese besteht aus Wacholder, Sonnenröschen, rauher Alant (der hauptsächlich im Taubergebiet vorkommt), Zypressenwolfsmilch, Kreuzkraut, blaue Akelei, Glockenblumen, Kugelblumen, Graslilien, Salomonsiegel, Blauroter Steinsame, Diptam, Küchenschelle, Storchschnabel, verschiedene Grasarten, Ackerwachtelweizen, Schwalbenwurz, Wiesensalbei, Wundklee, Kronwicke, stinkende Nieswurz, kriechender Günsel,
natürlich die verschiedenen Orchideen und noch viele andere Pflanzenarten.
Gleich am Anfang der Orchideenwiese werden wir von einer schönen Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) begrüßt. Sie ist eine wärmeliebende Pflanze und kann bis zu 1m hoch werden. An diesem Standort fällt sie in diesem Jahr mit größeren Beständen auf.
Gleich daneben entdecken wir ein Helmknabenkraut (Orchis militaris). Das Herz geht auf, wenn man solch schöne Pflanzen bewundern darf. Durch das kalte regenreiche Frühjahr können wir an diesem Tag noch Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes)
und Fliegenragwurz (Ophrys insectifera) bestaunen, die sonst schon um diese Jahreszeit verblüht sind. Die Ragwurz Vertreter sind Insektentäuscher.
Der Bestäuber der Fliegenragwurz ist eine Grabwespe. Das Purpurknabenkraut (Orchis purpurea) steht in kleineren Gruppen auf der Wiese und am Waldrand.
Manchesmal entdeckt man Bastarde zwischen Purpur- und Helmknabenkraut.
Auf dem Rundweg, der ein Stück durch den Wald führt, entdecken wir eine Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha)
und das große Zweiblatt (Listera ovata).
An der höchsten Stelle, in voller Sonne sieht man den Diptam (Dictamnus albus) wachsen. Eine große Fläche nimmt er ein. Es sind wunderschöne Blüher.
Er wird auch flammender Busch genannt, durch die starken ätherischen Öle die er ausdünstet und die leicht entzündbar seien. In früheren Jahren wurde er als Heilpflanze gesammelt, doch Vorsicht ist geboten, denn er ist schwach giftig und außerdem steht er wie die Orchideen unter Schutz.
Somit ist sammeln und pflücken verboten. Die Pfade, die durch das Naturschutzgebiet führen, braucht man nicht zu verlassen, denn alle Pflanzen wachsen bis dicht an den Wegesrand. Man kann sie gut sehen und fotografieren.
Es ist schön, dass es solche Gebiete gibt, die von Helfern gepflegt und von der drohenden Verbuschung frei gehalten werden. Damit man sich jedes Jahr an den wunderschönen Naturschätzen erfreuen kann.
Sonntag, 25. August 2013
Sonntag, 11. August 2013
Auf der Suche nach der Schachblume
Wir hatten geschäftlich in der Rhön zu tun, auf der Rückfahrt haben wir geplant nach der Schachblume (Schachbrettblume oder Kiebitzei) zu suchen. Sie gehört zur Familie der Liliengewächse, der lateinische Namen ist Fritillaria meleagris.
Der Name kommt von der schachbrettartig gemusterten Blüte. Ihre Blütezeit beginnt ungefähr Ende April und dauert bis in den Mai hinein. Die Zwiebelpflanze wächst auf feuchten Auwiesen im Sinntal. Auf der Suche im Internet stößt man schnell auf den Markt Obersinn dort wird im Frühjahr sogar ein Schachblumenfest veranstaltet.
Gut ausgestattet mit Info-Material aus dem Internet starten wir unsere Tour in die Rhön. Auf der Rückfahrt steuern wir den Markt Obersinn an und tatsächlich überall wird mit der Schachblume geworben. Sie wächst direkt neben einem Radweg auf einer feuchten Wiese und dass bis direkt an den Weg heran. Man braucht also die Wiese nicht zu betreten um schöne Fotos zu machen. Aber bitte nicht die schönen Blüten pflücken, das ist verboten, denn die Pflanzen stehen unter Schutz.
Wir laufen noch etwas weiter und finden auch noch Spuren die der Biber hinterlassen hat.
Es ist unglaubliche wie stark die Zähne des Bibers sein müssen, um solche Bäume zu fällen.
Es war zum Abschluss nochmals eine Überraschung und dadurch ein rundum gelungener Tag.
Der Name kommt von der schachbrettartig gemusterten Blüte. Ihre Blütezeit beginnt ungefähr Ende April und dauert bis in den Mai hinein. Die Zwiebelpflanze wächst auf feuchten Auwiesen im Sinntal. Auf der Suche im Internet stößt man schnell auf den Markt Obersinn dort wird im Frühjahr sogar ein Schachblumenfest veranstaltet.
Gut ausgestattet mit Info-Material aus dem Internet starten wir unsere Tour in die Rhön. Auf der Rückfahrt steuern wir den Markt Obersinn an und tatsächlich überall wird mit der Schachblume geworben. Sie wächst direkt neben einem Radweg auf einer feuchten Wiese und dass bis direkt an den Weg heran. Man braucht also die Wiese nicht zu betreten um schöne Fotos zu machen. Aber bitte nicht die schönen Blüten pflücken, das ist verboten, denn die Pflanzen stehen unter Schutz.
Wir laufen noch etwas weiter und finden auch noch Spuren die der Biber hinterlassen hat.
Es ist unglaubliche wie stark die Zähne des Bibers sein müssen, um solche Bäume zu fällen.
Es war zum Abschluss nochmals eine Überraschung und dadurch ein rundum gelungener Tag.
Sonntag, 14. Juli 2013
Kohlgrund und Totenbrunnen
Ein steiler Weg durch Buchen- und Mischwald führt in den Kohlgrund bei Eichenbühl, begleitet von einem Rinnsal das von der Schneeschmelze und dem vielen Regen gespeist wird.
Manchmal sieht man Spuren von Wildschweinen, die den Weg umgegraben haben auf der Suche nach fressbarem. Im Tal angekommen führt ein gut ausgebauter Weg am Kohlbach entlang, mal ganz nah und mal etwas weiter entfernt.
Namensgeber für den Kohlgrund sind die Köhler, die früher ihr Handwerk hier versehen und Meiler aufgeschichtet und damit Holzkohle gewonnen haben. Diese wurde hauptsächlich in der aufkommenden Industrie oder auch in Schmiedewerkstätten gebraucht.
Das Köhlerhandwerk war ein sehr schmutziger und ungesunder Beruf und verdient hat man auch nicht viel dabei. Der Meiler durfte nicht verlassen werden sobald er angezündet war. Er mußte ständig kontrolliert werden. Das bedeutete der Köhler mußte Tag und Nacht vor Ort sein, Schlafmangel und wenig Essen war an der Tagesordnung.
Vielleicht kennt der ein oder andere noch das Spiel aus Kindertagen -Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?.......-
Solch ein Schwarzer Mann soll laut Erzählungen hier im Kohlgrund sein Unwesen getrieben und eine gestohlene Monstranz am Totenbrunnen begraben haben.
Manchmal sieht man Spuren von Wildschweinen, die den Weg umgegraben haben auf der Suche nach fressbarem. Im Tal angekommen führt ein gut ausgebauter Weg am Kohlbach entlang, mal ganz nah und mal etwas weiter entfernt.
Namensgeber für den Kohlgrund sind die Köhler, die früher ihr Handwerk hier versehen und Meiler aufgeschichtet und damit Holzkohle gewonnen haben. Diese wurde hauptsächlich in der aufkommenden Industrie oder auch in Schmiedewerkstätten gebraucht.
Das Köhlerhandwerk war ein sehr schmutziger und ungesunder Beruf und verdient hat man auch nicht viel dabei. Der Meiler durfte nicht verlassen werden sobald er angezündet war. Er mußte ständig kontrolliert werden. Das bedeutete der Köhler mußte Tag und Nacht vor Ort sein, Schlafmangel und wenig Essen war an der Tagesordnung.
Vielleicht kennt der ein oder andere noch das Spiel aus Kindertagen -Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?.......-
Solch ein Schwarzer Mann soll laut Erzählungen hier im Kohlgrund sein Unwesen getrieben und eine gestohlene Monstranz am Totenbrunnen begraben haben.
Fruehlingserwachen und Highkey
Ok, wenn das Wetter immer noch nicht mitspielen will und meint mit Schnee und Frost weiterhin glänzen zu müssen, obwohl der Frühling laut Kalender demnächst beginnt. Dann werde ich mir den Frühling eben mit ein paar Blumenbilder herbei zaubern.
Schnell mal zum Gärtner meines Vertrauens und schauen was schon blüht.
Hornveilchen und Iris sehen ganz nett aus und lassen sich bestimmt für
mein Vorhaben verwenden.
Zuhause angekommen bereite ich das Fotoshooting vor. Unbedingt notwendig für Highkey Aufnahmen, ist ein heller Hintergrund. Ein oder mehrere Lampen für die Ausleuchtung des Objektes und wenn noch vorhanden ein Reflektor, statt diesem geht auch Alufolie über einem Stück Karton. Die Kamera auf das Kunstlicht einstellen und schon kann es losgehen.
Durch den hellen Hintergrund lenkt nichts bei diesen Bildern von dem eigentlichen Motiv ab. Die Bilder wirken hell und freundlich.
Wer wie ich gerne fotografiert, sieht selbst beim Kuchen backen Strukturen zum ablichten
Zuhause angekommen bereite ich das Fotoshooting vor. Unbedingt notwendig für Highkey Aufnahmen, ist ein heller Hintergrund. Ein oder mehrere Lampen für die Ausleuchtung des Objektes und wenn noch vorhanden ein Reflektor, statt diesem geht auch Alufolie über einem Stück Karton. Die Kamera auf das Kunstlicht einstellen und schon kann es losgehen.
Durch den hellen Hintergrund lenkt nichts bei diesen Bildern von dem eigentlichen Motiv ab. Die Bilder wirken hell und freundlich.
Wer wie ich gerne fotografiert, sieht selbst beim Kuchen backen Strukturen zum ablichten
Donnerstag, 20. Juni 2013
Zeitreise in die Vergangenheit der Eifel
Eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit der Eifel erlebt man, beim Blick in den Steinbruch bei Mendig. Es lohnt sich, wenn man in der Nähe ist, einen Besuch dort einzuplanen.
Die rot-braunen Maserungen der Schlacke gleichen einem aufgeschnittenen Vulkanschlot.
Überall in der Grube sieht man gewaltige Basaltbrocken herum liegen, die hier abgebaut werden. Der obere heller Bereich besteht aus Bims, der z.B. Verwendung in Blumenerden findet, zum lockern des Substrates.
Der Ausbruch des Laacher Seevulkans vor ca. 13.000 Jahren lies eine neue Landschaft entstehen. Die Eruptionen sollen nach Literaturangaben 10 Tage angedauert und haben eine unvorstellbare Menge an Asche und Gestein auf die Erde regnen lassen. Alles Leben dort, wurde dadurch erstickt und mit einer dicken Schicht überdeckt. Ein interessanter Zeitzeuge ist die zum Glück unter Schutz gestellte Wingertsbergwand in der Nähe des Steinbruches.
Dort kann man die unterschiedlichen Schichten mit groben und feinen Anteilen aus der Nähe betrachten. Teilweise ragen Basaltbomben, die bei diesen Vulkanausbrüchen durch die Luft geschleudert wurden, aus der Wand heraus.
Mit Bildern im Kopf, die jeder aus Fernsehreportagen über Vulkanausbrüche der Neuzeit kennt, kann man sich vielleicht vorstellen was damals los war.
Die rot-braunen Maserungen der Schlacke gleichen einem aufgeschnittenen Vulkanschlot.
Überall in der Grube sieht man gewaltige Basaltbrocken herum liegen, die hier abgebaut werden. Der obere heller Bereich besteht aus Bims, der z.B. Verwendung in Blumenerden findet, zum lockern des Substrates.
Der Ausbruch des Laacher Seevulkans vor ca. 13.000 Jahren lies eine neue Landschaft entstehen. Die Eruptionen sollen nach Literaturangaben 10 Tage angedauert und haben eine unvorstellbare Menge an Asche und Gestein auf die Erde regnen lassen. Alles Leben dort, wurde dadurch erstickt und mit einer dicken Schicht überdeckt. Ein interessanter Zeitzeuge ist die zum Glück unter Schutz gestellte Wingertsbergwand in der Nähe des Steinbruches.
Dort kann man die unterschiedlichen Schichten mit groben und feinen Anteilen aus der Nähe betrachten. Teilweise ragen Basaltbomben, die bei diesen Vulkanausbrüchen durch die Luft geschleudert wurden, aus der Wand heraus.
Mit Bildern im Kopf, die jeder aus Fernsehreportagen über Vulkanausbrüche der Neuzeit kennt, kann man sich vielleicht vorstellen was damals los war.
Sonntag, 9. Juni 2013
Die Eiszeit ist zurück
Anfang diesen Jahres konnte man glauben, dass ganz Deutschland eine Zeitreise zurück in die Eiszeit unternommen hat. Das Ende des Winters habe ich noch nie so herbei gesehnt wie in diesem Jahr. Schnee und Eis wohin man blickte, Schneeschippen war angesagt und das manchmal mehrmals am Tag.
Doch Schluss mit dem gejammere, es gab auch schöne Momente. Die wir uns anhand der Bilder nochmals zu Gemüte führen wollen.
Auf einem Spaziergang durch den verschneiten Wald konnte ich ein Schneegesicht festhalten.
Auf freiem Gelände gab es, geprägt durch den grau-weißen Himmel und dem weißen Schnee (fast) Aufnahmen in schwarzweiß.
Die Kälte ließ Schneekristalle über Nacht wachsen.
Während einsetzender Regen alles in einen Eispanzer packte.
Doch Schluss mit dem gejammere, es gab auch schöne Momente. Die wir uns anhand der Bilder nochmals zu Gemüte führen wollen.
Auf einem Spaziergang durch den verschneiten Wald konnte ich ein Schneegesicht festhalten.
Auf freiem Gelände gab es, geprägt durch den grau-weißen Himmel und dem weißen Schnee (fast) Aufnahmen in schwarzweiß.
Die Kälte ließ Schneekristalle über Nacht wachsen.
Während einsetzender Regen alles in einen Eispanzer packte.
Drachenfest Aiolos im September 2012
Bekannte machten uns auf das Drachenfest in Rodgau aufmerksam. Meine Vorstellung solch einer Veranstaltung wurde total über den Haufen geworfen, denn mit derart tollen Konstruktionen habe ich nicht gerechnet. Bei Drachen denkt man automatisch an die selbstgebastelten Teile die man als Kind mit einem Schwanz aus Papierschnipseln versah und im Herbst mehr schlecht als recht in den Himmel steigen lies. Doch mit dieser Vorstellung wird sofort aufgeräumt, wenn man sich dem Platz nähert.
Die Drachen sind ware Kunstwerke, die zwar teilweise auch Eigenentwürfe und - konstruktionen sind, aber nicht vergleichbar mit den Kinderdrachen früherer Tage. Von Lenkdrachen, die mit etwas Geschick und Können sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen über Luftschiffe (im wahrsten Sinne des Wortes) und kubusartige Gebilde bis zu Mainzelmännchen und Vögel ist alles anzutreffen.
Selbst Kugelfische wälzen sich über den Boden. Auch zu Musik wurden die Lenkdrachen im Wettstreit Mann gegen Frau und Mann gegen Mann durch die Luft gejagt
Die Drachen sind ware Kunstwerke, die zwar teilweise auch Eigenentwürfe und - konstruktionen sind, aber nicht vergleichbar mit den Kinderdrachen früherer Tage. Von Lenkdrachen, die mit etwas Geschick und Können sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen über Luftschiffe (im wahrsten Sinne des Wortes) und kubusartige Gebilde bis zu Mainzelmännchen und Vögel ist alles anzutreffen.
Selbst Kugelfische wälzen sich über den Boden. Auch zu Musik wurden die Lenkdrachen im Wettstreit Mann gegen Frau und Mann gegen Mann durch die Luft gejagt
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